10 Tipps für deine lange Autofahrt beim Roadtrip

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Tipps für einen gelungenen Roadtrip!

Roadtrips, also eine lange Autofahrt statt Flugzeug oder Zug im Urlaub, werden immer beliebter. Auch heute ist noch immer das Auto das meistgenutzte Verkehrsmittel für Strecken über 100km. Doch was ist denn das Wichtigste, wenn man eine lange Autofahrt plant? Worauf sollte man achten?

Ich hab nun schon über 25 000km Roadtrip in einigen Ländern, unter anderem der USA, Kanada, Deutschland, Mazedonien, Finnland, Schweden, dem Baltikum, Polen, Irland oder Rumänien hinter mir und kann euch sagen, worauf es ankommt – denn da war nicht nur eine lange Autofahrt dabei. Hier sind zehn, ja, unglaublich fantastische ZEHN Tipps und Tricks für euren Roadtrip! (Addiere nach belieben: Ultimativ, Besten, Einzigartigen, Geheimen Tipps die nicht mal Profis wissen, Tipps die ihr noch nicht kanntet, Secret, X Reiseblogger enthüllen, Profitricks für eine lange Autofahrt)

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 Vorschläge für die lange Autofahrt

  1. Das Auto

    Das klingt erstmal plausibel, immerhin reden wir hier von einer langen Autofahrt. Sollte das Auto ja immerhin wenigstens vier Reifen und ein Lenkrad haben. Doch auch die Größe und das Format des Autos müssen passen. Kleinwagen für vier Personen? Eher eine bescheidene Idee. Wo soll das Gepäck hin? Wo die neuen Einkäufe?
    Beim Mieten des Autos für eine lange Autofahrt sollte daher bedacht werden: Passen alle Personen ins Auto samt Gepäck und ist noch genug Freiraum, dass jeder atmen kann?
    Außerdem sollte bedacht werden: Möchte ich im Auto schlafen, wäre ein Kombi oder gar ein Van von Nöten. Bin ich eher der Off-Road-Typ dann ein SUV, in dem kann man aber selten bequem schlafen. Oder eher schlecht. Ist ein Wohnwagen/mobil wirklich notwendig? Rechnen sich die Kosten?
    Beim Mieten auch beachten: Wie wird das Auto bezahlt und wie wird die Kaution eingezogen? In den USA ist es üblich, die Kaution von der Kreditkarte abzubuchen, dabei ist diese so hoch wie der Mietpreis. Wenn euer Wohnwagen für 4 Wochen also 4000 Dollar kostet, wird eben der selbe Betrag nochmal eingezogen (und nicht wie üblich: Nur eingefroren)! Erst einige Wochen später bekommt ihr ihn zurückgebucht. Andere Mietfirmen, wie zum Beispiel Sixt im mitteleuropäischen Raum, frieren nur eine gewisse Summe ein und lösen diese sofort nach Abgabe des Autos wieder – wesentlich bequemer. Also auch hier: Informieren um am Ende nich ohne Auto dazustehen.

  2. Die Versicherung

    Das Auto für eine lange Autofahrt zu versichern ist grundlegend eine gute Idee, besonders wenn man im Ausland unterwegs ist. Wichtig ist dabei, genau zu schauen was man versichert. Daher gilt: Die Unterlagen genau lesen und schauen, was ihr da unterschreibt. In den USA ist es z.b. üblich, das der Unterboden und das Dach eines Autos nicht versichert wird. Was hat das für Folgen? Bei einem starken Hagel, dass dir die Lichter auf dem Wohnmobildach ausschießt, trägt man selbst die Kosten. Wir haben ein Pärchen getroffen, dass über 3000 Euro dafür zahlen muss. Und zwar direkt bei Rückgabe des Fahrzeuges! Deswegen sofort kontrollieren: Was ist versichert und zu welchen Bedingungen!

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  3. Die Route

    Die Route für eine lange Autofahrt unterliegt einer spezielleren Planung, wenn man einen Roadtrip macht. Das Auto ermöglicht einem unbekannte Freiheiten, auch mal abseits der Wege zu fahren und unbekannte, schöne Orte aufzusuchen. Sinnvoll ist es, eine grobe Übersicht zu haben, wo es lang geht und wo ihr hinwollt. Dann schaut, was auf der Route liegt und was euch interessiert. Oft erfordern die Ziele einen Umweg, teilweise von mehreren Stunden, dennoch: Das lohnt sich meistens und genau deswegen habt ihr ja ein Auto – um zu entdecken, was euch gefällt und nicht, womit ein Reiseunternehmen mit seiner Bustour am meisten Geld macht!

  4. Das Kleingeld

    Auch mit dem Roadtrip lässt sich ein wenig Zusatz-Pocketmoney verdienen. Mitfahrgelegenheiten heißt das Zauberwort. Das ist natürlich nicht für jederman attraktiv, doch wenn ihr aufgeschlossen und etwas neugierig seid, findet man hier schnell neue Bekanntschaften, hört interessante Geschichten und hat eine schöne, kurze Weile mit Fremden, die auf  der langen Autofahrt auch zu Freunden werden können. Bekannte von mir haben sich so kennen gelernt. Der nette Nebeneffekt: Sie bezahlen euch einen kleinen Betrag, damit sie mitfahren können. Für eine Strecke von Wien nach München, also knapp 400km, sind 25 Euro ein guter Preis. Wenn ihr ein wenig Platz im Auto habt ist das also eine spannende Geschichte. Aber: Ihr könnt natürlich auch schräge Mitfahrer erwischen. Dann habt ihr wenigstens eine gute Geschichte daheim zu erzählen…
    Alternativ: Nehmt doch mal einen Tramper mit. Da sieht man direkt, wen man sich ungefähr einlädt, es ist eine nette Geste und besonders Menschen die trampen haben immer eine gute Geschichte auf Lager. Erweitert euren Horizont, entdeckt die Welt mal von einer anderen Seite, außerhalb eurer Komfortzone!

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  5. Die Verkehrsregeln

    Klingt einleuchtend. An Regeln halte ich mich. Außer ich bin ein Alltagsrebell und fahre schon mal gern 5 km/h schneller als erlaubt – dann lebste halt krass auf der Überholspur.
    Trotzdem gilt: Du bist zu Gast in einem Land und solltest daher die Verkehrsregeln zumindest kennen. In der Schweiz kann bei Geschwindigkeitsübertretungen das Auto gepfändet werden und sogar eine Haftstrafe folgen. In den USA ist das mitführen von Alkohol im gesamten Personenraum strafbar. Genauso wie das mitführen eines Baseballschlägers ohne Baseballhandschuh. In vielen Foren wird geraten, beides im Auto zu haben damit es keine Probleme gibt. Also immer dran denken: Informieren, informieren und wieder informieren. Nichts ist ärgerlicher, als der Mietfirma in gebrochenem Englisch erklären zu müssen, warum man das Auto doch nicht in ein paar Tagen zurückbringen kann und die lange Autofahrt noch länger wird…

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  6. Die Distanz

    Wie viele Kilometer an einem Tag einplanen?
    Das hängt von zwei Bedingungen ab:
    1. Wie viele Fahrer sind im PKW
    2. Wie fit seid ihr.
    LEine lange Autofahrt ist eine körperliche und geistige Belastung. Konzentration, Adrenalin, Spannung im Körper halten, das alles verlangt dem Körper einiges ab. Desto fitter du physisch wie psychisch bist, desto länger hälst du am Steuer durch. Ein kleiner, aber nicht unwesentlicher Faktor ist die Strecke: 400km Autobahn sind einfacher als 400km Landstraße – logisch, oder?
    Prinzipiell ist es eine gute Rechnung, für 300km Strecke ungefähr eine Stunde Pause einzuplanen. Wenn ihr – und das müsst ihr einfach selbst wissen – von euch selbst wisst, dass ihr mehr vertragt, dann fahrt mehr. Oder eben weniger. Der Roadtrip ist kein Wettbewerb, er soll Spaß machen! Denkt aber dran, dass Ruhepausen wichtig sind, auch wenn man sich nicht müde fühlt. Ich persönlich schaffe 400km ohne große Pause relativ gut. 600km mit Pausen sind auch noch okay, aber schon ziemlich am Limit. Bei mehreren Fahrern unterschätzt auch nicht, dass das Schlafen bzw. Ausruhen im Auto keinesfalls so erholsam ist, wie ein ausgedehnter Zwischenspaziergang oder einfach mal entspannt etwas an einer Raststätte zu essen. Mehr als 800km an einem Tag sind kaum zu bewältigen – auch von der Zeit her nicht.

  7. Der Spaß

    Viele sehen das Autofahren als mühsame Notwendigkeit an. Wer aber einen Roadtrip plant kann dabei auch viel Spaß haben. Denn genau darum geht es beim Urlaub: Spaß haben.
    Wichtig ist, sich bereits vor der langen Autofahrt Gedanken zu machen, wie man die langen Überlandreisen lustiger gestalten kann – besonders, wenn Kinder an Bord sind. Es gibt einige Autofahr-Spiele, die man auch gut mit Kindern spielen kann, wie das aus How I met Your Mother bekannte „Hund sitz“ Spiel. Dabei betrachten alle die Umgebung und wer einen Hund sieht, muss schnell rufen „HUND SITZ!“. Wer es zuerst ruft, bekommt einen Punkt. Ähnlich funktioniert „Yellow Car“ mit gelben Autos. Dabei kann man seine eigenen Regeln aufstellen – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
    Es lohnt auch, besonders für Kinder, sich vielleicht für tragbare DVD Player umzuschauen oder den Laptop mit spannenden Filmen zu füllen. Auch, wenn man bekennender „Heutzutage spielts eh nur Scheiß“-Fan ist: Den Kindern tut ihr damit was gutes, denn wenn die Reise für euch schon beschwerlich wird, für die Kinder ist es nochmal schlimmer!
    Denkt auch an gute Musik. Nichts ist schlimmer, als stundenlang fremdsprachigen Radiomoderatoren zuhören zu müssen oder wenn man einfach keinen Favel für die einheimische Musikszene entwickeln kann. Stellt verschiedene Mixes zusammen, ladet euch Spotifylisten herunter und bringt Abwechslung hinein – eure Mitfahrer werdens euch danken und die lange Autofahrt wird somit um ein Wesentliches angenehmer!

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  8. Die Verpflegung

    Ich bin bekennender Fan von Autoraststätten. Das gibt erst das richtige Feeling für den Roadtrip und ist für mich die richtige Pause für eine lange Autofahrt. Da das aber nicht jedem liegt, ist zu raten, sich schon vorher Gedanken über Proviant zu machen. Um der Müdigkeit entgegenzuwirken sind übrigens nicht sechs Redbull Dosen und eine Thermokanne Kaffee zu empfehlen – wenn deren Wirkung nachlässt, wenn sie denn überhaupt noch wirkt, seid ihr noch müder. Ratsamer ist Essen, dass euch langwierige Energie liefert: Komplexe Kohlenhydrate und Proteine. Bananen sind zum Beispiel ein super Energielieferant, aber auch ein leckeres Sandwich mit Putenwurst und leckerem Salatblatt hält wach und bringt die nötige Energie. Auch ein Stück Schokolade kann Antrieb verschaffen auf den letzten Metern, da es den Insulinspiegel nochmal puscht.
    Wichtig ist, auf (tierische) Fette zu verzichten und schwere Mahlzeiten zu meiden. Ein voller Magen führt zu Trägheit und Müdigkeit und bei einer langen Restdistanz ist das eher unangenehm.
    Ob man eine Kühlbox für die lange Autofahrt braucht ist jedoch eine subjektive Frage. Ja, sie hat Vorteile, sie muss allerdings auch mitgeschleppt werden und belegt im Hochsommer den 12V Anschluss. Ich habe sie, bei mehreren tausend Kilometern Roadtrip, noch nie gebraucht.

  9. Die Gegebenheiten

    Plant ein, je nachdem welches Land ihr besucht, dass ihr möglicherweise nicht immer die 100 km =1 Stunde Marke haltet (und geht nie davon aus, dass ihr deutlich schneller seid!). In Irland sind viele Landstraßen auf 80km/h beschränkt, aber auf noch weniger kann man wirklich so schnell fahren. Auch andere Verkehrsteilnehmer sind ein wichtiger Punkt. In den USA liebt man das Auto fahren, jeder hat dort eine Karre am Start. Das heißt: Umso größer ist der Stau, wenn einer entsteht. Kurz vor Los Angeles sind wir einst in einen 20km Stau geraten. Auf 8 Spuren. Auf beiden Seiten. Insgesamt sind also 16 (!) Highwayspuren gestanden. Um 10 Uhr morgens. Bedenkt also, dass ihr ein wenig Luft habt bei euren Fahrten und Stau, Straßenverhältnisse und ähnliches einplanen könnt. Also, planen kann man die ja nicht, aber es sollte Reservern geben, die diese Auffangen – dafür ist übrigens die 300 km = 3 Stunden + 1 Stunde Pause Regel ganz gut und hat sich bisher für lange Autofahrten immer bewährt!

  10. Der Zeitplan

    Nehmt euch Zeit. Für Alles. Es ist, wie gesagt, kein Wettbewerb. Klar ist es toll, nach dem Urlaub zu sagen „Alter, wir haben 5000km geschafft! In 2 Wochen!!“. Aber das ist nur halb so schön, wie jemanden auf Fotos und der Karte zu zeigen, wo man alles war und was man nicht alles gesehen hat. Achtet drauf, nicht zu Japan-Touristen (Klischee halloho!) zu verkommen, die nur Fotos machen und diese dann erst zuhause anschauen und dann drüber philosophieren, wie schön es doch war. Genießt lieber den Moment, nehmt euch mal lieber eine Stunde mehr Zeit und atmet die Freiheit. Nehmt vielleicht mal an einem Kurs irgendwo teil, ohne das Gefühl zu haben euch läuft die Zeit davon. Genießt lieber noch ein Bier oder Wein mehr, als ständig um 6 Uhr morgens aufbrechen zu müssen. Schlaft mal aus. Die Reise ist am Ende nämlich nur so viel wert, wie ihr euch dabei erholt habt. Ein stressiger Urlaub ist kein Urlaub!

 

 

Fotocredits: https://freeimages.red/

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