Betrug im Urlaub – Taschendiebe und Co.

Betrug im Urlaub

Betrug im Urlaub

Der Betrug im Urlaub hat beinahe jede Jahreszeit Hochkonjunktur. Speziell aber im Sommer, wenn viele auf ihren wohlverdienten Jahresurlaub fahren, sind Trickbetrüger, Diebe, Täuscher und ähnliche Ganoven heiß auf die Wertsachen der nichtsahnenden Touristen.

Nichtsahnend? Mag man bezweifeln. Wer kennt sie denn nicht, die Geschichten über Betrug im Urlaub: Taschendiebstahl bei Straßenkünstlern oder komische Straßenverkäufer, die einem Dinge andrehen wollen. Diese Storys kennt jeder, weil er sie entweder schon einmal erlebt hat oder im Fernsehen gesehen hat. Wer fällt schon auf sowas rein?, mag sich dann manch einer fragen.

Leider – und das ist Tatsache – kann das jedem passieren. Doch nicht jeder bemerkt es sofort. derstandard.at hat eine Liste mit 10 spannenden Tricks veröffentlicht, die an Dreistigkeit kaum zu überbieten sind. Da sollte man auf jeden Fall einmal reinschnuppern und sich fragen: Hätte ich das vorher gewusst? Denn kanntest du bereits Wertsachen klauende Äffchen? Eben.

Der Betrug im Urlaub tritt in ganz verschiedenen, manchmal beinahe seriösen Formen auf. Wie man sich davor schützen kann ist aber ganz einfach und das möchten wir euch heute vorstellen. Die meisten Betrügereien sind nämlich auf den ersten Blick zu erkennen oder zu vermeiden – so endet der Urlaub nicht im Drama!

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Tipps gegen den Betrug im Urlaub

Wer natürlich ganz auf der sicheren Seite sein möchte, sollte eventuell gar nicht in den Urlaub fahren oder nur All-inclusive Pakete in Clubs buchen. Hier sind die Betrüger eher selten unterwegs. Oder man rechnet einfach bereits Verluste ein. Im Allgemeinen lohnt es sich, Vorkehrungen für einen möglichen Diebstahl von Dokumenten oder Wertsachen zu treffen: Eine zweite Kreditkarte ist nie verkehrt, um auch im Notfall noch zahlungsfähig zu sein. Außerdem lohnt es sich, ein wenig Bargeld extra zu versperren, zum Beispiel im Hotel, um Reserven zu haben. Ebenso ist es eine gute Idee, mit dem Handy Fotos von den Pässen und sensiblen Daten (Führerscheinen, Personalausweise, e-Cards/Krankenkassenkarten etc.) zu machen. So kann, selbst wenn das Dokument verloren ist, wenigstens teilweise versucht werden Informationen zu beschaffen oder Hilfe zu holen. Außerdem ist die Erfolgschance höher, wenn man die Nummern seiner Dokumente griffbereit hat.

Wer im vorhinein auf Diebstahl vorbereitet sein möchte, sollte sich überlegen welche Dokumente er wirklich mit rumtragen möchte. Der Reisepass kann gerne im Safe im Hotel bleiben. Genauso wie ein möglicher Führerschein, extra Bargeld, die zweite Kreditkarte, e-cards oder ähnliches. Auch Laptops oder Tablets kann man dort versperren. Wenn es keinen Safe gibt, kann man meist die Sachen an der Rezeption hinterlegen (Achtung: Uhrzeiten für die Besetzung kontrollieren!). Überlegt euch auch, ob eure Armbanduhr wirklich mit muss wenn sie teuer war.

Ist man dann endlich mal auf der Straße und mitten im Leben der Urlaubsdestination, ist der Betrug im Urlaub meist nicht weit. Prinzipiell kann man sagen: Desto mehr Touristen sich tummeln, desto höher ist das Risiko. Diebe und Betrüger suchen sich ihre Opfer nicht direkt aus, sie nutzen eher die Gelegenheit. Dabei gehen sie höchst professionell und trügerisch vor. Die Frage ist also: Wie viel Gelegenheit bietet ihr?

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Es gilt:

  • Wertgegenstände nah am Körper tragen: Innentaschen von Jacken, innere Hosentasche, verschließbare Taschen. Viele Rucksäcke oder Taschen besitzen Reißverschlüsse, die zum Körper zeigen. Die sind wesentlich schwerer in einem kurzen Moment zu öffnen.
  • Zeigt nicht, was ihr habt: Wimmelt auf jeden Fall Menschen ab, die euch um Geld fragen. Meist spionieren die nur aus, ob es was zu holen gibt bei euch.
  • Kauft keine dubiosen Touren: Wer eine Tour buchen möchte, sollte dies Online oder bei einem seriösen Büro tun. Kauft keinesfalls Touren bei Menschen, die auf den Straßen rumstehen und euch in elendslangen Gesprächen etwas aufschwatzen wollen. Wäre das Angebot so gut, wie sie es anpreisen, müssten sie euch ja nicht mehr überzeugen
  • Im Allgemeinen: Wer sehr lange mit euch quatscht, ohne euch zu kennen, um euch etwas zu verkaufen oder mit dem ihr irgendwie in einer Geldtransaktion verwickelt seid, möchte sich irgendwie etwas rausschlagen. Es gibt so viele Touristen und Fremde, warum sollte also der junge Mann mit dem lustigen Hut unbedingt nun mit euch 15 Minuten plaudern wollen? Eben.
  • Hütchenspieler: Aus eigener Erfahrung weiß ich: Ihr könnt nichts gewinnen, auch wenn ihr euch noch so sicher seid. Lasst es.

Ein letzter, wichtiger Tipp, den ich auch aus ethischen und moralischen Gesichtspunkten empfehle: Passt euch eurer Urlaubsdestination an. Der Betrug im Urlaub könnte so oft vermieden werden, wenn man sich einfach mal seiner selbst bewusst machen würde.
Wer in Kapstadt durch die Slums spaziert und dabei seine goldene Rolex und seine Nikon DSLR rumträgt muss sich nicht wundern, dass die Menschen, die den Diebstahl notwendig haben, auf euch geiern wie Aasvögel. Das mag jetzt übertrieben klingen, aber genau so ist es leider oft. Versucht weniger, wie ein Tourist auszusehen, sondern mehr wie ein Einheimischer. Kleidet euch entsprechender, protzt nicht mit euren Wertsachen. Seid nicht leichtgläubig, das würdet ihr bei euch zuhause auch nicht sein – oder kauft ihr in eurer beliebten Einkaufsstraße daheim irgendwelche Touren auf der Straße? Oder Sonnenbrillen am Teppichverkaufsstand? Vertraut mehr eurem Bauchgefühl. Wenn euch etwas komisch vorkommt, dann lasst es bleiben. Nicht hinter jeder Ecke, hinter jedem spontanen, einmaligen Angebot wartet das Erlebnis, dass ihr nie vergessen werdet.

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Wenig Aufwand, viel Ersparnis

Wer diese Tipps beherzigt und ein wenig darauf schaut, wie er selbst auftritt, kann schon einige Betrügereien im Urlaub vermeiden. Immerhin ist es auch immer ein Wechselspiel zwischen dem Touristen und demjenigen, dem ihre die Gelegenheit bietet. Gelegenheit macht bekanntlich Diebe. Im Urlaub funktioniert das mit System.

 

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