Stadtwanderweg: #5 Bisamberg

Auf zum Bisamberg!

Wandern ist des Müllers Lust. Aber nicht nur! Die Stadtwanderwege lösen bei uns regelrechte Begeisterungsstürme aus. Gerade deswegen haben es sich mittlerweile sogar weitere Menschen in unserem Wanderrudel bequem gemacht: Diesmal ging Sarah, die Schwester meiner Frau, mit. Diesmal also nicht nur zu dritt, sondern sogar zu viert unterwegs.

Heute: Der Weg #5 – Rauf auf den Bisamberg. Also „Berg“. Eher Hügel. Wobei, ich kenne Hügel aus meiner Kindheit. Eher Häufchen. Bisamhäufchen. Wo kann ich eine Namensänderung beantragen?

Alles beginnt aber mal wieder am Anfang: In Wien, draußen in Floridsdorf. Damals sagte man mir, egal wo du hinziehst, zieh auf keinen Fall nach Floridsdorf. Vor dem 10ten Bezirk warnte mich keiner. Gut, bin nicht nach Floridsdorf, gehorsam wie ich bin, gezogen. Dennoch befanden wir uns heute draußen, vor den Toren von Flo-Rid(a)-sdorf und blickten bei strahlendem Sonnenschein auf einen Berg, den wir sicher waren bald zu erklimmen.

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Heurigen. Überall Heurigen.

Nicht ganz so mörderisch: Der Bisamberg.

Allerdings stellen wir schnell fest: Erklimmen wir nicht. Überhaupt ist am Bisamberg, besonders im Vergleich zum Hermannskogel, gar nichts zu erklimmen. Der Bisamberg ist kein Berg, wie euch möglicherweise in meiner netten Beschreibung ein paar Sätze zuvor bereits aufgefallen ist.

Allerdings führt der Stadtwanderweg durch sehr idyllische, schöne Wege entlang an Heurigen und Weinfeldern. Hier kann man sicher einige Stunden verweilen, lecker Essen und sich im Stile von Wiens Bürgermeister einen hinter die Birne kippen. Übrigens kreuzt der Stadtwanderweg mit dem Bierwanderweg. Genau hier stellt man sich die Frage, was man wohl falsch gemacht hat.

Trotzdem: Der Aufstieg, also „Aufstieg“, ist keinesfalls beschwerlich und sehr leicht machbar. Darunter leidet schlussendlich dann natürlich die Aussicht, die eher bescheiden ist. Lediglich, wie im Titelbild ersichtlich, gibt es einen Punkt an dem man ein wenig über Wien blicken und die Ruhe genießen kann. Bis eine Schulklasse kommt. Sind wohl nicht so unbekannt, diese Wandwege.

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Sarah und ich. Sie haben übrigens gelacht, als ich eine kurze Hose anzog…aber wer hat dann geschwitzt, hm?

 

Magdalenenhof

Man merkt kaum, dass man den Bisamberg beschreitet und kommt auch relativ zügig an der Stempelstelle Magdalenenhof an, wo man seinen Pass bestempelt. Der Magdalenenhof war nicht der Rede wert. Sieht sehr nett aus, drinnen wirkte es aber, trotz tollem Frühlingswetter, wie das gehobenere Eckbeisl aus: Berufsalkoholiker. Hinzukommt, dass ich ein großer Fan von Hunden bin, aber nichts davon halte wenn diese frei in Gaststätten rumlaufen. Nicht nur, weil es für Hundebesitzer wie uns eine schwierige Situation darstellt (Die Leute können ihre Hunde nicht rufen: „Der tut nichts!“ heißt einfach nur „Wenn ich jetzt rufe ist ihm das scheißegal!“), sondern auch weil es Fragen über die Hygiene im Essbereich selber hinterlässt.

Apropo Tiere: Beim Magdalenenhof gab es auch noch Ziegen. Und Kleinsgetier. Aber vor Allem Ziegen.

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Bildbeweis.

Der Weg führt dann durch kleine Gässchen und Waldstücke. Nach einiger Zeit kommt man an zwei Schaukeln an einer großen Wiese vorbei, bei denen wir es uns nicht nehmen ließen noch eine Runde in Kindheitserinnerung zu schwelgen und eine Runde zu schaukeln. Juhu!

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Mehr Sexappeal passt nicht auf eine Schaukel.

Und das Hundegetier?

Auch der Hund wurde beglückt und mit ihm gespielt. Außerdem hat er heute Pusteblumen entdeckt. Also, zwangsentdeckt würd‘ ichs nennen, wenn mans ihm volle Knäcke ins Gesicht bläst. Aber unser Doofi hat ja sowieso mit Allem Spaß.

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Das letzte mal dass ich so viel Begeisterung bei einem Lebewesen sah, war vor Disneyland. Bei mir selber.

Durch den Wald ging es weiter, bis man eine Straße kreuzt. Dann weiter entlang von Wäldern und Feldern, auf denen wir eineb Rehbock trafen, der fix schneller war als unser Hund. Der hat ihn nämlich auch gesehen und fand es eine super Idee, um die Wette zu laufen. Gut, dass der Terriertrottel relativ gut hört. „Relativ“.

Der Weg blubbert also so vor sich hin, bis er irgendwann einfach da endet, wo er angefangen hat. Da standen wir dann plötzlich und waren überrascht, dass er zu Ende war.

Der fehlende Aufstieg wurde zwar durch viele tolle, kleine Entdeckungen wett gemacht, hinterließ aber doch das Gefühl, eher einen Spaziergang absolviert zu haben als mit Sack und Pack gewandert zu sein. Das ist etwas Schade.

Trotzdem ist der Bisamberg zu empfehlen. Besonders bei schönem Wetter ist er ein angenehmer Stadtwanderweg, der möglicherweise auch für ältere Semester nicht allzu anstrengend ist und genug Verschnaufpausen bietet, bei denen man in Ruhe seine Jause mampfen kann.

Noch mehr Stadtwandern? Schaut doch mal auf unserer exklusiven „Stadtwandern!“-Seite vorbei!

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Hallo Hund. Bitte lächeln.

 

 

2 thoughts on “Stadtwanderweg: #5 Bisamberg

  • Da ich derzeit eine Schreibpause hinsichtlich meines Blogs einlege und stattdessen in meinem Fotoarchiv stöbere, ist mir die Idee gekommen, dass ich meinen gegangenen STWW # 5 im Februar 2010 (Schnee weit und breit, dass man davon blind werden kann und Du stehst teilweise kniehoch darin) veröffentlichen werde… wird zu gegebener Zeit kommen 😉

    Ein Teil der Strecke gehört auch zu den Wiener Weinwandertagen, die jährlich Ende September stattfinden – Vorteil: Köstlicher Sturm kann getrunken werden. Nachteil: Zu viele Menschen sind unterwegs.

    Immer wieder schön, Deine Eindrücke von den Stadtwanderwegen zu lesen.

    Was macht Ihr dann, wenn Ihr alle Stadtwanderwege erobert habt?

    Gruß aus Heanois,

    Sori

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