Stadtwanderweg: #4 Jubiläumswarte

Stadtwanderweg #4: Jubiläumswarte

Wir wandern den Stadtwanderweg 4 Jubiläumswarte!
Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt, sagt Mercer. Das verwundert kaum, immerhin gewinnt die Haupstadt Österreichs diesen Titel bereits zum 7ten mal in Folge. Wie das zustande kommt fragt man sich zwar schon, wenn man durch den 10ten spaziert, aber sicher hat jede Stadt so seine kleinen Problemchen…

Tatsächlich bietet Wien so viele kleine Dinge und Annehmlichkeiten, die man erst zu schätzen weiß wenn man mal woanders war. Oder lebte. Dazu gehört nicht nur eines der größten öffentlichen Verkehrsnetze der Welt, dass sogar die gesamte Nacht in Betrieb ist, sondern auch die vielen Parks und Grünflächen. Besonders bei den Grünflächen kann Wien kaum eine Stadt etwas vormachen. Ja, der Central Park in NYC ist schon beeindruckend, aber: Das ist er grundsätzlich deswegen, weil er in der Betonwüste Manhattans eben heraussticht. Wien ist immer grün. Überall. Beinahe an jeder Straße gibt es kleine Wiesen, überall findet man einen kleinen Park mit Spielplätzen. Wer mehr Ruhe sucht, sucht sich eine ruhige Wiese im Prater oder fährt nur ein paar Minuten an den Stadtrand und findet dort die Tiefauwiese oder die Höhenstraße, an der man tief in die Natur eintauchen kann – ohne Wien zu verlassen.

So wie schlag ich nun die Brücke zu den Wanderwegen? Ähhmm… mh, also, man kann dort wandern. Ha!

Die Stadt Wien bietet 9 (bzw 11) ausgewählte und -geschilderte Stadtwanderwege an, die einen durch wundervolle Natur führen und gleichzeitig in der Stadt sind. Wien ist eine der wenigen Städte, die ich kenne, die das so fließend hinbekommt. Dabei haben die Wege unterschiedliche Länge, von 7,5km bis 15km, und bieten unterschiedliches Ambiente. Der Stadtwanderweg 4 Jubiläumswarte, der am Rande Penzings (14ter Bezirk) entlang führt, ist sehr von Wald und Berg geprägt, der Wanderweg im Prater hingegen ist eben… naja, der Prater eben. Weißt eh!

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Kaum zu glauben, aber doch wahr: Ich stehe noch im 14ten Bezirk.

Endlich mal wandern!

Wir haben uns also schon vor einiger Zeit den SWW (Stadtwanderweg…hättest aber auch von allein drauf kommen können!) 4 herausgesucht. Vor einiger Zeit, weil leider das Wetter nie so gut war, dass wir wirklich losstarten wollten und gerade den Stadtwanderweg 4 Jubiläumswarte, weil er der kürzeste ist. Bin ja nicht so der Wanderfan. So viel laufen. Schwitzen. Draußen. Berg auf und Berg ab. Holla. Aber hat sich das vielleicht nach heute geändert?

Der Stadtwanderweg 4 Jubiläumswarte beginnt in Hütteldorf, beim Restaurant „das Hütteldorfer“. Nach einer kurzen Fahrt mit S-Bahn und Tram spaziert man die Dehnegasse hinauf zum Dehnepark. Hier findet sich ein großer, im Wald eingebetteter Kinderspielplatz. Guter Platz für die erste Pause. Wie, keine Pause? Was meinst du mit „Jetzt noch nicht!“? Okay. Gut.
Zu meinem physischen und psychischen Wohl habe ich ein Bier mitgenommen, aber offensichtlich war da noch nicht die Zeit für. Durchhalten!

Wir waren übrigens mit dem Hund unterwegs, da wir gerne unsere Freizeitaktivität mit dem Getier verbinden. Ich kann übrigens vorwegnehmen: Die Flohschleuder hatte fix am meisten Spaß.
Zurück zum Wanderweg. Durch den Wald kamen wir bereits nach einigen Metern an einen kleinen Teich, der sehr ruhig vor Einem daliegt.

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Hund mit anderem Hund: Für Vierbeiner sind die Wanderwege ein Genuss!

Zum Stadtwanderweg 4 Jubiläumswarte gehört auch: Berg.

Hinten die Böschung entlang, über eine Straße und dann gute zwei Kilometer bergauf auf den Satzberg. Der Weg ist schon teils mühsam, führt aber auch vorbei am Silbersee (erstes Bild hier im Beitrag). Der sieht, wenn man den Weg dann weitergeht, von oben tatsächlich silbern aus und trägt daher seinen Namen zurecht. Nach dem Silbersee ist leider einiges geteert und führt über Straßen. Logisch, STADTwanderweg. Aber: Irgendwie auch nicht so spannend. Noch trauriger: Immer noch keine Pause, trotzdem mache ich nach dem Hinaufsteigen mein Bier auf. Zeichen setzen. Allerdings blieb das English Style Brown-Ale hinter den Erwartungen. Im Gegensatz zu den ersten knapp 3 Kilometer des Wanderwegs: Idyllische, verschlungene Pfade an ruhigen Teichen vorbei und das mitten im 14ten Bezirk. Der Stadtwanderweg 4 Jubiläumswarte konnte bereits begeistern.

Am Satzberg geht es noch hinauf bis zur Jubiläumswarte, von der man eine tolle Aussicht hat. Wenn man sich hochtraut. Also ich nicht.

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Wien von der Warte aus.

Meine Frau allerdings. Ich wartete derweil mit dem Hund unten und genoss die Sonne. Endlich Pause. Zeit für einen Apfel. Hier an der Warte holt man sich übrigens dann auch den Stempel für seinen Wanderpass.

Zwischeninfo: Diesen Wanderpass kann man sich online kostenlos runterladen und ausdrucken. Auf jedem Wanderweg gibt es eine Stempelstation und nach 3 bzw 7 Stempeln bekommt man eine silberne bzw goldene Wandernadel der Stadt Wien. Kostenlos. Klar, um den Weg genießen zu können ist das unnötig und ja, man kann auch einfach mit dem Auto die Station abfahren (zumindest in diesem Fall unsere), trotzdem motiviert es ungemein und ist eine schöne Draufgabe zum Promoten der Wege. Und wenn ich dann schaue, wie viele Wanderer uns heute entgegen gekommen sind bzw. mit in die gleiche Richtung gelaufen sind würde ich behaupten, dass das funktioniert.

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Frau stempelt. Gottseidank nicht am Amt, sondern nur ihren Wanderpass.

Im Übrigen ist es egal, wie man den Weg geht, wo man abschweift oder wie lang man Pause macht. Es geht einfach nur ums Wandern, nicht um kompetitive Facebook-Zeiten.
Ja, außer man hat wie ich die Runtastic App an. Aber ich will ja hier nicht prahlen, dass wir den Weg in weniger als der angegebenen Zeit geschafft haben. Niemals würd‘ ich das tun.

Ja doch haben wir!

Weiter geht es in den zweiten Teil des Weges, denn die Warte ist ziemlich genau in der Mitte bei 3,5 km.

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Rückblick auf die Warte.

Langsam wieder hinab.

Der zweite Teil der Strecke, vorausgesetzt man geht den Stadtwanderweg 4 Jubiläumswarte in die gleiche  Richtung wie wir, ist eindeutig der schönere Teil der Strecke. Er führt fast nur durch den Wald, vorbei an der Kreuzeichenwiese und der Otto-Koenig-Warte zurück zur Rosentalgasse und zum Dehnepark. Der letzte Kilometer ist dann dem ersten ungefähr gleich, durch den Dehnepark zurück zur Straßenbahn.

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Immernoch „mitten“ in Wien.

Doch auch, weil der erste Kilometer sehr idyllisch und herrlich schön ist, mit dem kleinen Teich und dem Spielplatz, ist das verschmerzbar. Auch wenn das meine Fußsohlen anders sehen. Egal. Auf die letzten Meter und rein in die Tram: Unser erster Stadtwanderweg war geschafft – und wir waren angefixt. Wir werden aufjedenfall noch einen gehen – selbst ich, der Wandern eher doof fand, muss sagen dass es mir sehr viel Spaß gemacht hat und man reichlich Energie tanken konnte. Auf alle Fälle ist der Stadtwanderweg 4 Jubiläumswarte empfehlenswert!

Hier noch unsere Daten aus der Runtastic-App.

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0 thoughts on “Stadtwanderweg: #4 Jubiläumswarte

  • Neben dem Stadtwanderweg Nr. 4 habe ich einige andere Stadtwanderwege kennengelernt – Nummer 6 und Nummer 3 gehören auch zu meinen Lieblingen, aber die Nummer 4 ist mein Favorit. Wenn ich mein durch Büroarbeit schmerzendes Genick (das geht auch bis zum Rücken runter) heilen will, setze ich mich in die S 45 nach Hütteldorf und gehe die Runde.
    Mir gefällt es, wie Du die Seite mit dem Stadtwanderweg gestaltet hast – und ich eine meiner Lieblingsstrecken aus einer anderen Perspektive sehen kann.

  • Als ich noch im 18 wohnen durfte – über nicht unterm Gürtel – also Stadtauswärts, bin ich gerne mit meinen Hunden rein in den Schwarzenbergpark, da kommt man dann irgendwann auf den Stadtwanderweg 3, der geht am Kahlenberg zu dem Bio-Coffee-Shop, ist aber bergauf teilweise ein wenig herausfordernd …
    In der Lobau, 22. Bezirk und Niederösterreich ist es auch sehr schön und es gibt viele Wege mit Badeseen, leider sind die aber bei den Stadtwanderwegen nicht dabei und bei Schönwetter ist wegen der Baupolitik der Stadt Wien leider alles auch etwas überlaufen dort …
    Empfehlen kann ich noch den Stadtwanderweg 5 von Stammersdorf zum Bisamberg …

    Ansonsten muss ich gestehen mittlerweile ganz froh zu sein nicht mehr in Wien zu wohnen 🙂
    Jetzt können wir bis zu 20 Kilometer laufen, haben auch Wäldchen, Feldwege und Seen dabei, sehen aber maximal einen Traktor und ein paar Hasen oder Rehe 🙂 Nun gut selten ein paar andere Läufe oder Radler, aber das kann man an einer Hand abzählen … Mit zwei Hunden, wenn man wirklich trainieren möchte echt top, kein Ausweichen, kein ständiges Aufpassen, kein ausgebremst werden und keine anderen freilaufenden Hunde, wo das Herrchen net checkt, dass wenn man der „Gegner“ seine Hunde schon kurz nimmt und bei Fuß gehen lässt, er seinen Hund vielleicht auch daran hindern sollte „rüber zu kommen“ …

    Viel Spaß beim wandern jedenfalls!!

    • Hach, das mit den Hunden kenn ich. Unser Hund ist mittlerweile gut trainiert, hört mehr oder minder aufs Wort. Aber was willste machen, wenn die anderen einfach ihre Hunde nicht rufen, obwohl ich meinen eh schon bei Fuß oder gar kurz halte? „Der tut eh nix“. Pffttzz..

      Ja Schwarzenbergpark sind wir auch oft, Richtung Tiefenauwiese. Da ist wenigstens viel Auslauf für den Wuff!

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