Wanderung zum Weltenburger Kloster

Zurück in die Heimat

Es war wie eine kleine Zeitreise für mich. Zurück in die Heimat und zurück zu einem Ort, den ich eigentlich nie so richtig für mich entdeckt habe: Das Weltenburger Kloster. Einige Male hatte ich es bereits besucht, stand an der Befreiungshalle und habe die Aussicht hinüber zum Weltenburger Kloster genossen. Aber entdeckt, so wie ich es nun getan habe, hatte ich nie.

Warum lässt sich leicht sagen. Ich war überrascht, ehrlicherweise, wie viel Tourismus in meiner alten Heimat, in der ich beinahe 20 Jahre aufgewachsen bin,  steckte. Die vielen kleinen Orte und Highlights, die ich immer für selbstverständlich hielt, waren nun lohnenswerte Ziele. Dazu gehörte auch das Weltenburger Kloster bei Kelheim in der Oberpfalz. Früher, als ich hier aufwuchs, war das alles nicht interessant. Ein Kloster. Wandern. Schiffe. Alles nicht meine Themen.

Zumindest damals.

Am Beginn unserer Reise besuchten wir es. Statt mit dem Schiff oder dem Auto entschieden wir uns aber, es per Fuß zu erreichen.

Unser Wanderbericht zum Weltenburger Kloster bei Kelheim.

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Wandereldorado

Um zum Weltenburger Kloster zu kommen gibt es einige Wanderwege mit verschiedenen Schwerpunkten und Längen. Alle beginnen in Kelheim an der Schiffsanlegestelle. Um den Naturpark der Weltenburger Enge und den Donaudurchbruch mit Höhepunkt Weltenburger Kloster zu entdecken gibt es drei Hauptwanderwege, die an der Donau entlang führen. Zusammen mit sieben weiteren Wegen, die verschiedene Schwerpunkte abdecken, kann man sich eine relativ individuelle Route zusammen stellen. Genauere Infos findet man in der kostenlosen Broschüre der Stadt Kelheim. (Die ihr unter diesem Link finden könnt – einfach ganz runter scrollen!)

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Quelle: https://www.kelheim.de/wege/von_kelheim_auf_der_donauroute-1482/

Wir haben uns dafür entschieden, den Weltenburger Höhenweg (III) zum Kloster zu gehen und über die Waldroute (II) wieder zurück nach Kelheim zu wandern.  Die Donauroute (I) klang zwar ebenso verlockend, verläuft aber in der Schlucht und daher erwarteten wir wenig Höhenmeter und Aussichten. Allerdings käme man hier an der Einsiedelei Klösterl vorbei, die eine einzigartige Höhlenkirche bietet.
Die Donauroute ist übrigens ab einem gewissen Wasserstand nicht mehr zu betreten – sie verschwindet dann einfach im Wasser. Ausweichen kann man dann über die Waldroute (II).

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Grau in Grün

Das Wetter war an unserem Wandertag eher bescheiden. Es sah schwer nach Regen aus, doch wir wollten uns davon nicht abkriegen lassen. Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechtes Gewand. Mit viel Elan und Motivation machten wir uns also zur 7 km langen Wanderung hin zum Weltenburger Kloster auf. Das Auto konnten wir problemlos an der Schiffsanlegestelle stehen lassen (Parkschein nicht vergessen) und die ersten Meter stapften wir durch Kelheim. Leider nicht unbedingt durch die beeindruckendsten Ecken des Ortes. Vorbei an Neubausiedlungen und dem Gemeindeamt ging es dann aber langsam bergauf in den Wald. Dort setzte erster Nieselregen ein, doch durch die Baumkronen bekamen wir das kaum mit.

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Gut gelaunt und noch ziemlich entspannt führte uns der Weg vorbei am Friedhof und hinauf über Stock und Stein, bis wir an einer kleinen Felsspitze einen wundervollen Ausblick über die Weltenburger Enge genießen konnten. Leider war das Weltenburger Kloster hier noch nicht in Sicht. Weiter durch den Wald ging es in einer großen Schlaufe, vorbei an Feldern und Waldkreuzungen, Richtung Weltenburger Kloster.

Auf dem Weg machten wir unser typisches Wegbier auf, ein Altmühltaler Helles. Welch ein Genuss das bayerische Bier sein kann. Es war wie ein zurückversetzen in meine Jugend in Bayern: Der Geschmack, die Frische, der Abgang. Mhhhhh, lecker!

 

Weltenburger Kloster

Über die Schlaufe ging es wieder zu den Küstenkanten und es empfahl sich ein erster Blick auf das Weltenburger Kloster. Man kann das Kloster übrigens am einfachsten per Schiff erreichen, direkt von der Schiffsanlegestelle in Kelheim. Die Schiffe fahren häufig und regelmäßig und sind nicht übertrieben teuer. Die Fahrt durch die Enge und über die Donau ist sehr beeindruckend und bietet einige feine Fotomotive.

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Das Weltenburger Kloster erreichen wir dann über den Weltenburger Höhenweg von hinten. Weder der Aufstieg, noch die Abstiege waren besonders schwer, aber spürbar. Die Aussicht auf die Enge ist jedes Mal großartig und über bewachsene Felder und Wiesen geht es in den Rücken des Klosters. Das ganze bietet sich sehr idyllisch an und lädt zum Picknick oder einfach nur zum Genießen an.

Das Kloster selbst war an unserem Besuch relativ leer. Ein paar Schulklasse genossen einen Ausflug. Wir empfanden das Fussballspielen im Hof des Klosters zwar als störend, aber Kinder sind nun mal Kinder.

Oder so.

Die Gaststätte im Schatten bietet ihren Gästen selbstgebrautes Bier und typische Hausmannskost zu untypischen Preisen für die Kelheimer Umgebung. Zwar sind wir hier auch an einem Touristenhotspot, allerdings kamen wir hier nah an die Wiener Preise heran. Das gefiel uns eher nicht so.

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Dafür war das Bier gut und das Essen in Ordnung. Ein Schnitzel ist eben ein Schnitzel.
Vor dem Kloster kann man die Idylle, die die Donau zusammen mit den Wäldern und den Klippen zaubert, genießen und Steine über das Wasser ditschen lassen. Wäre es nicht so kalt gewesen hätte man auch gerne die Füße ins Wasser halten können, da über den Kies ein direkter Zugang zur Donau besteht. Leider war heute eher ein Regen-Wind-Jacke Tag und das Wasser eisig kalt.

Waldroute

Über die Waldroute (II) ging es dann zurück nach Kelheim. Geplant war, auch die Befreiungshalle zu besuchen. An der führt die Waldroute (II) vorbei.

Vorher mussten wir aber erst einmal über die Donau. Doch was wir nicht wussten: Es gibt in der Nähe des Weltenburger Klosters keine Fußgängerbrücke, geschweige denn eine Überquerung für Autos. Etwas verwundert blickten wir also die Donau entlang, bis wir ein schmales Seil über dem Wasser hingen sahen. Es wird doch nicht eine Fähre geben?

Doch, tatsächlich durften wir die Donau mit einer Fähre überqueren. Der Schiffskapitän kam vom anderen Ufer, als er uns sah, angepaddelt. Die Überfahrt kostete ein Euro pro Person und dauert nur wenige Minuten.

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Dann ging es entlang der Donau vorbei an einem Panorama mit dem Kloster. Hier ist ein guter Spot um ein Foto der Weltenburger Enge samt Kloster zu machen.
Ein steiler Waldweg führte uns dann wieder auf entsprechende Höhenmeter. Dann geht ein gemütlicher, sich etwas ziehender Waldweg zur Befreiungshalle. Hier gibt es nicht viel zu entdecken oder zu sehen und wir sind daher froh, dass wir den Weltenburger Höhenweg (III) auch gegangen sind.

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Die Befreiungshalle selbst war zu unserem Besuch in Renovierung. Man konnte sie zwar betreten, aber die Aussichtsplattform war gesperrt. Außerdem begann es leider jetzt wirklich zu schütten – wenn auch das Wetter vorher recht gut gehalten hat. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass sich der Besuch durchaus lohnt und mit der Aussichtsplattform kann man noch einmal über das ganze Tal blicken und ein paar schöne Urlaubserinnerungen knipsen.

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Zurück in Kelheim

Über einen asphaltierten Gehweg geht es dann von der Befreiungshalle hinunter zur Schiffsanlegestelle. Hier waren wir froh, dass wir nicht II -> III gegangen sind, sondern III -> II. Der Weg ist sehr steil und über den Asphalt so semi-bequem zu gehen.

Als Fazit lässt sich aber eine klare Empfehlung aussprechen. Besonders der Weltenburger Höhenweg (III) ist sehr zu empfehlen und bietet ein paar nette Aussichten und Panoramen. Auch der Aufstieg ist angenehm spürbar, aber auch machbar. Das Weltenburger Kloster als Höhepunkt in der Mitte lädt auf ein Bier ein und kann auch besichtigt werden.

1 thought on “Wanderung zum Weltenburger Kloster

  • Ach, seit sechs Jahren sind wir nicht mehr dort gewesen und dennoch vermisst man noch immer die Schweinshachse und auch das Weltenburger Bier. Mittlerweile gibt es das zwar auch hier in Flaschen, aber das ist irgendwie nicht das Gleiche.

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